Gamescom 2026 – Bobs Überlebenskampf gegen die Bahn und Väterchen Nurgle
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Imperator Bob -
22. September 2026 um 20:40 -
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Entsprechend pünktlich stand ich um 7:10 Uhr am Bahnsteig – volle deutsche Pünktlichkeit. Meine liebe Frau war an meiner Seite, bereit, mich mit wehendem Taschentuch zu verabschieden, während ich symbolisch in die Messe-Schlacht ziehe. Ab dann tickte die Verspätungsanzeige jedoch unaufhörlich nach oben. Ich musste mich schnell unter Tränen verabschieden, da meine Frau zur Arbeit musste.
Als die Verzögerung ein Ausmaß erreichte, bei dem mein Zug später als die nachfolgende Verbindung eingetroffen wäre, buchte ich in Erwartung eines völlig überfüllten Abteils zumindest ab Frankfurt eine neue Sitzplatzreservierung. Doch das Pech blieb mir treu: Prompt stieg auch die Verspätung des neuen Zuges aufgrund eines Schadens an einem vorausfahrenden Gefährt. Mein ursprünglicher Zug schaffte es trotzdem nicht zuerst an den Bahnsteig – er fiel nämlich kurzerhand komplett aus.
Es brauchte also Gleiswechsel Nr. 2 und Zug Nr. 3, um überhaupt nach Frankfurt zu kommen. Der Zug war erwartungsgemäß brechend voll, aber ich konnte einen Platz im Bordbistro ergattern. Die folgenden 2 Stunden und 40 Minuten verbrachte ich damit, einen Kuchen und einen Kakao extrem langsam zu verspeisen, um den Platz zu verteidigen.
Im wunderschönen Frankfurt angekommen, begab ich mich zu einer Verbindung nach Köln, die glücklicherweise bereits eine Stunde Verspätung hatte und deshalb kurz nach mir einfuhr. Während der kurzen Wartezeit am Frankfurter Hauptbahnhof wurde ich von drei Junkies angebettelt und durfte einen versuchten Diebstahl live beobachten – das Areal verspricht wirklich Unterhaltung rund um die Uhr.
Mit exakt 2 Stunden und 2 Minuten Verspätung kam ich schließlich in Köln an. Ein schwacher Trost, aber immerhin. Denn damit erreichte ich haarscharf die Grenze, die den Unterschied zwischen 25 % und 50 % Fahrpreiserstattung der Bahn ausmacht. Wenigstens war mein gebuchtes Apartment nicht weit entfernt. Da es für den Check-in um 15:00 Uhr noch etwas zu früh war, schritt ich frohen Mutes voran. Erste Zweifel kamen auf, als ich den Anbieter telefonisch nicht erreichen konnte und nur eine O2-Mailbox abhob. Sie verstärkten sich massiv, als ich vor einem reinen Wohnhaus ohne jegliches Erkennungsmerkmal für ein Apartment stand. Ich ging dennoch ein Eis essen, schrieb dem Anbieter mehrfach über Booking.com und versuchte vergeblich, anzurufen.
Zurück am Haus um 15:00 Uhr war noch immer niemand zu sehen. Ein Hausbewohner wusste von überhaupt keinem Apartment im Gebäude.
Mit dem unschuldigen Wunsch, jemandem schreckliche Dinge anzutun, schlenderte ich zurück in die Innenstadt. Um den Frust zu betäuben, presste ich mir ein sehr leckeres, aber recht scharfes Essen hinein, während parallel reichlich Sahne und das vorherige Eis im Magen im Weg standen. Die Portion war aber auch verdammt viel größer als ich gedacht hatte.
Nach zwei Stunden ohne Lebenszeichen der Unterkunft buchte ich mir entnervt ein Hotel – nicht ohne zu bemerken, dass die Kombination aus scharfem Essen und Sahne schreckliche Dinge in meinem Inneren angerichtet hatte. Väterchen Nurgle hatte mich erwählt und ich... [die nachfolgenden Abschnitte voller plastischer Beschreibungen und abscheulichster Ketzerei wurden vom Ordo Hereticus zensiert].
Als ich auf dem anschließenden, wankenden 20-Minuten-Fußmarsch zum Hotel ankam, bemerkte ich zu allem Überfluss ungewöhnliche Schmerzen im Fuß. Die Ursache im Zimmer war schnell gefunden: Ein dickes Loch in meiner Schuheinlage. Also ging ich am Abend noch einmal los, um mir im Drogeriemarkt eine neue Einlage zu besorgen – was ungelogen das Erste an diesem gesamten Tag war, was einwandfrei funktionierte. Erschöpft fiel ich in den Schlaf der Gerechten, wohl wissend, dass der nächste Tag nach so viel Pech nur ein Erfolg werden konnte. Dachte ich zumindest. Bis mich das Knallen von Türen hinter papierdicken Hotelwänden mitten in der Nacht davon überzeugte, dass der Adrenalinausstoß meines Körpers fehlerfrei funktionierte.
Der Morgen brachte den finalen Systemkollaps: Ein Blick auf mein Handy offenbarte, dass der Bus von AstroTiger ersatzlos ausgefallen war. Die Bahn hatte ihm eine Verbindung verkauft, die so überhaupt nicht existierte. Wie man um 5:37 Uhr an einer Haltestelle stehen soll, an der kein Bus abfährt, um einen Zug um 5:58 Uhr zu erwischen, bleibt das exklusive Geheimnis der Fahrplanplaner. Keine Busse, die Straßenbahnen tot – ein Crazy Taxi war natürlich nicht in der Nähe. AstroTiger hatte keine Chance, rechtzeitig zu unseren internen Terminen in Köln zu sein.
Da stand ich nun: Ich war noch nie im abgesperrten Business-Bereich der Messe, war auf genau ein Fünftel unserer Termine vorbereitet, aber ich wusste, dass ich mit Warhammer, Total War und Aliens im Zweifel umgehen kann! Was sollte da also noch schiefgehen? Wahahahahaha! [Die restlichen 12 Seiten des Reiseberichts enthalten bis kurz vor Ende hauptsächlich irres Gelächter und unzusammenhängendes Gestammel und wurden von der heiligen Inquisition seiner glorreichen Majestät erneut zensiert].
Dank der Unterstützung von AstroTiger und PersonaGermany im Nachgang (danke für die weiteren Fotos!) konnten wir das Chaos bändigen. Unser monumentaler, dreiteiliger Messebericht zur Gamescom 2026 ist ab sofort auf dem SEGA-Club live! Schaut ihn euch an und seht, was ich vor Ort aus den Terminen herausgeholt habe:
(Übrigens: Mit geschlossenem Bordrestaurant, 15 Minuten Verspätung sowie dem obligatorischen Gleiswechsel fünf Sekunden vor der Zugeinfahrt, ist die Rückreise für Deutsche-Bahn-Verhältnisse völlig ereignislos verlaufen! Und ja, mein Name auf dem Ticket ist editiert, ich heiße nicht wirklich so
)
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